The Glamorgan Protocol for recording and evaluation of thermal images of the human body

Kurt Ammer

SUMMARY

The historical development of standards for medical thermal imaging in Europe, Northern America and the Far East is reported. Few studies were found in the literature which studied normal temperature values in selected body regions or focused on the symmetry of temperature distribution on the body surface. Reliabilty or reproducibility of temperature readings from infrared images was not investigated until the Nineties of the 20th Century. However, possible measurement errors due to oblique views on an object were identified in the Nineteen-Seventies.

A set of views of body positions and regions of interest in these views was developed for the project of an atlas of normal infrared images of healthy subjects. A number of excperiments was performed to proof both the reproducibility of views for various body positions and the reliability of temperature readings from the defined regions of interest. Some modifications of the views on hands, knees and ankles wer made based on these studies. A high level of reproducibility of temperature readings was obtained for the selected shapes of regions of interest on hands, arms,the upper back, knees,ankles and feet. The Glamorgan Protocol, strictly applied for image recording and evaluation, increases the reproducibilty of findings from thermal images.

KEY WORDS: Standard procedures, thermal imaging, field of views, regions of interest

DAS GLAMORGAN PROTOKOLL FÜR DIE AUFNAHME UND AUSWERTUNG VON WÄRMEBILDERN DES MENSCHLICHEN KÖRPERS

Die Geschichte der Entwicklung von Standards für die medizinische Thermographie in Europa, Nordamerika und Fern-Ost wird berichtet. In der Literatur fanden sich nur wenige Studien die Temperatur-Normwerte ausgewählter Körperregionen untersuchten oder auf die symmetrische Temperaturverteilung an der Körperoberfläche ausgerichtet waren. Die Zuverlässlichkeit oder die Wiederholbarkeit von Temperaturwerten aus Wärmebildern wurdene erst in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts untersucht. Allerdings wurden mögliche Messfehler auf Grund eines nicht rechtwinkeligen Strahlengangs bereits in den Neunzehn-Siebzigern wahrgenommen.

Für die Enticklung eines Atlas normaler Wärmebilder gesunder Personen wurde eine Reihe Aufnahmepositionen für Körperregionen entwickelt und in diesen Bildausschnitten Messareale definiert. Eine Reihe von Untersuchungen wurden dann durchgeführt., um die Wiederholbarkeit der Bildauschnitte verschiedener Körperpositionen und die Zuverlässlichkeit von Temperaturwerten aus den definierten Messarealen zu beweisen. Diese Studien führten zur Modifikation der Bildausschnitte für Hände, Knie und Sprunggelenke. Die ausgelesenen Temperaturen aus den Messarealen an den Händen, Armen, dem oberen Rücken, Knie, Sprunggelenken und Füßen zeigten ein hohes Maß von Reproduzierbarkeit. Wenn das Glamorgan Protokoll konsequent für die Aufnahme und Auswertung von Wärmebildern befolgt wird, wird die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse der Infrarotthermographie vermehrt.

Schlüsselwörter: Standardprozeduren, Thermographie, Bildausschnitt, Messareale

Thermology international 2008: 18: 125-144